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Spielsucht: Ursachen, Folgen und mögliche Behandlungsmethoden

Glücksspiel kann süchtig machen. Dieser Slogan ist bei der Teilnahme an Glücksspielen aller Art, etwa beim Lottospiel, immer ganz deutlich zu lesen. Ist es anfangs die Hoffnung auf einen Gewinn, die den Spieler immer wieder dazu bringt, an einem Glücksspiel teilzunehmen, sind es irgendwann nur noch vorgeschobene Gründe, da die Sucht inzwischen angekommen ist.

Spielsucht egal, ob im Kasino an einem Spielautomaten oder am Blackjack Tisch oder auf einem Online-Lottoportal, ist immer mit finanziellen Risiken verbunden. Spielsucht führt zumeist in die Schuldenfalle und irgendwann können selbst einfache Dinge im Alltag nicht mehr bewerkstelligt werden, da das Spielen im Vordergrund des Betroffenen steht. Wer an Glücksspielen teilnimmt, sollte sich der Risiken und möglichen Folgen also immer bewusst sein.

Spielsucht ist eine Krankheit

SpielsuchtWie bei anderen Suchterkrankungen auch, so ist es auch beim Glücksspiel so, dass Patienten nicht gleich von Beginn an süchtig sind. Eine der häufig auftretenden Ursachen für eine Spielsucht ist die, dass der Spieler nicht ausreichend informiert wird. Zwar gibt es auf jedem Online-Lottoportal einen entsprechenden Hinweis, der die Suchtgefahr ausweist, die Erfahrung zeigt jedoch, dass dieser nicht ausreicht. Vor einer Teilnahme steht also die Information. Wer die Gefahren des Glücksspiels kennt, minimiert das Risiko, an einer Spielsucht zu erkranken. Spielsucht geht auch immer mit dem Verlust der eigenen Entscheidungsfähigkeit einher. So gehen erkrankte Spieler davon aus, dass sie, wenn sie gewinnen, weiterspielen müssen, um noch mehr Geld zu verdienen.

Nach einer Niederlage wird weitergespielt, um das verlorene Geld wieder zurückzubekommen. Dabei entsteht ein Kreislauf, aus welchem der süchtige ohne entsprechende fachliche Hilfe, etwa von einer Beratungsstelle, nicht mehr allein herauskommt.

Folgen der Spielsucht

Wer an einer Spielsucht erkrankt, der ist auf lange Sicht meist nicht nur selbst betroffen. Die Erkrankung zeigt Auswirkungen auf das gesamte Lebensumfeld. Spielsüchtige geraten oft in Erklärungsnot, etwa wenn der Monatslohn bereits nach einer Woche verspielt wurde. Diese Tatsache ist Betroffenen unangenehm, weshalb Lügen und Ausreden erfunden werden. Emotionale Beziehungen zum Partner oder zu Freunden leiden nicht nur unter der Spielsucht, sie werden mitunter sogar zerstört. Dies liegt daran, dass für den Patienten nur noch das Spielen zählt und er sich deshalb von seiner Umgebung emotional abkapselt.

Durch die finanziellen Auswirkungen des Glücksspiels ist vielfach auch der Verlust der existenziellen Lebensgrundlage gegeben. Lebensmittel, offene Rechnungen oder die Miete werden nicht mehr bezahlt, da das ganze Geld ins Spiel fließt. Auch die Isolation ist eine Gefahr und eine Folge der Spielsucht. Das Glücksspiel nimmt viel Zeit in Anspruch, weshalb gemeinsame Unternehmungen mit der Familie nicht mehr wahrgenommen werden.

Wege aus der Spielsucht

Da die Erkrankung Spielsucht ein „normales“ Leben nicht mehr möglich macht, finden Betroffene den Weg meist nicht eigenständig heraus. Zunächst geht es darum, dass der Spielsüchtige erkennt, dass er an einer ernst zu nehmenden Krankheit leidet, denn ansonsten kann ihm nur schwer geholfen werden.

In vielen Fällen muss ein Psychologe aufgesucht werden, der eine entsprechende Therapie zur Behandlung der Erkrankung einleiten wird. In dieser Therapie wird nicht nur dafür gesorgt, dass nicht mehr gespielt wird, sondern dass vor allem die Ursachen erkannt und für die Zukunft ausgeschlossen werden. Gemeinsam mit dem Mediziner ergründet der Patient, aus welchen Ambitionen heraus er spielt und was er tun kann, um ein alltägliches Problem durch das Spielen nicht zu verdrängen, sondern aktiv an der Lösung zu arbeiten.

Auch Menschen aus dem nahen Umfeld des Spielsüchtigen werden häufig in die Behandlung einbezogen. Online gibt es ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten für Betroffene oder Angehörige, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Mediziner beraten in Online-Chats und geben weiterführende Tipps.

Zahlen und Fakten zur Spielsucht in Deutschland

Um die Gefahr an der Spielsucht zu erkranken zusätzlich zu verdeutlichen, seien hier noch ein paar Zahlen und Fakten genannt. Die Statistiken besagen, dass etwa 86 % der 16 bis 65 jährigen mindestens schon einmal an einem Glücksspiel teilgenommen hat. Auch ist auffällig, dass Männer häufiger spielen als Frauen.

Die Statistik verrät des Weiteren, dass etwa die Hälfte der Bundesbürger monatlich Geld für Glücksspiele ausgibt. Glücklicherweise ist es nur ein geringer Teil der Menschen, der mit Glücksspielen in Berührung kommt und am Ende auch süchtig wird.

Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass etwa 0,2 % bis 0,6 % der Gesamtbevölkerung spielsüchtig ist. Dabei handelt es sich um etwa 290.000 Betroffene. Noch mal so viele weisen ein problematisches Verhalten im Zusammenhang mit Glücksspielen auf. Alarmierend ist allerdings auch, wie Beobachtungen gezeigt haben, dass immer mehr Jugendliche an Glücksspielen teilnehmen. Dies macht eindeutig klar, dass das gesetzliche Verbot nicht ausreichend greift und dass präventiv mehr getan werden muss, damit die Zahl der Spielsüchtigen rückläufig wird.

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